Dez
10
Um
3am gibts noch einen längeren Zwischenstopp und dann rennt der Busfahrer ganz aufgescheucht mit Telefon in der Hand immer wieder um den Bus, versucht zu Fahren und rennt wieder mit der Taschenlampe rum… dauert 20min, in denen mit uns nicht gesprochen wird und dann geht die Fahrt weiter… wenn ich bei dem Rumgehuste und Rumgeschneuze der anderen im Bus (und in der letzten Nacht im Hostel) nicht auch eine Erkältung bekomme, dann weiss ichs nicht… ich sag ja: Nordseewetter in Byron Bay… heute früh bekomm ich dann endlich die vielbeschriebenen Roadhouses zu sehen, die große “Skulpturen” aus Pappmaché als Werbung auf dem Dach tragen (riesige Shrimps oder gleich Ayers Rock)… nach einer im weiteren (Gott sei Dank) ereignislosen Nacht (und 800km weiter / 14h später) brauchen wir für die letzten 50km fast zwei Stunden. Die Skyline zeigt sich das erstemal aus der Ferne und dann fahren wir über die Harbour Bridge nach Sydney rein…
Jetzt bin ich also wieder genau da, wo vor ~3 Wochen mein Trip in Australien begonnen hat. Viel ist passiert in der Zwischenzeit!
Nach 1km Fußmarsch mit dem ganzen Gepäck zum Hostel, kurz ins Netz und den Trip nach Alcatraz in einer guten Woche buchen. Hab heute Nacht im Bus einen Iren, der selber mal für ein paar Jahre in SF gelebt hat, kennengelernt und der meinte, die Touren seien oft schon Wochen im Voraus ausgebucht… viel Platz war nicht mehr, aber es scheint sich auszugehen… dann das Hostel noch eine Nacht verlängert (der Flieger geht ja erst am 15. morgens nach Auckland und nicht schon am 14.)
Und jetzt nix wie die Füße in die Hand… ganz eigener
Bezug
zur Stadtdas Wetter ist (wie könnte es anders sein) völlig untypisch für die Jahreszeit dick bewölkt… und nur etwas über 20°… hoch zum Circular Quay, mit dem Bus zum Bondi-Beach… der ist zwar Weltbekannt, soll aber anderen Travellern zufolge nicht wirklich was hermachen… und da das Wetter eh nicht so dufte ist, steht das an Punkt Eins… vom Circular Quay gibts einen guten Blick auf die Harbour Bridge… macht schon einen Kloß im Hals, sich vorzustellen, dass das das Erste von Sydney war, was mein Urgrossvater beim Auswandern vor mehr als einem 3/4-Jahrhundert gesehen haben muss… bestimmt ganz ähnlich wie für die USA-Auswanderer die Freiheitsstatue zu sehen… fabriziert (obwohl ich beide (Stadt und Urgroßvater) nicht kannte) einen ganz eigenen Bezug zur Stadt…
Am Bondi-Beach stellt der sich auch noch als ein Bonsai-Beach raus: genauso wie bisher alle erzählt haben: wenig spektakulär… und das liegt sicher nicht am Wetter und der fehlenden Sonne… läuft eher unter dem Motto: dagewesen, abgehakt… die hohen Wellen sehen jetzt auch nicht wie die Offenbarung für die Surfer aus, liegen die doch alle auf Ihren Brettern rum und warten auf? Haie? keine Ahnung, oder ich hab die philosophischen Ansatz des Surfens noch nicht verstanden und bin einfach ein Banause… nach 20min wieder eine 30minütige Busfahrt in die Stadt zurück…
Wieder am Circular Quay ausgestiegen, die Wolken werden immer dunkler… quer durch den Botanischen Garten (in den Bäumen hängen hunderte von den grossen Flughunden schlafend rum) zu Mrs. Mackaries Point, quasi gegenüber von der Oper… von hier sieht man die Harbour Bridge und das Opera House gemeinsam… und einen guten Blick auf die Skyline hat man von hier auch… nur das Wetter… naja, ist halt so…
in der Bucht entlang zum Opera House, es fängt an zu Regnen… Das Dach der Oper ist mit “ordinären” perlmuttfarbenen Fliesen versehen, das hatte ich mir (ja wie denn eigentlich?) anders vorgestellt… ohne Sonne auch ein wenig unspektakulär… aber ich hab ja noch ein paar Tage, die wirklich wichtigen Sachen (und das gehört dazu!) hab ich immer wenigstens kurz in der Sonne gesehen… ansonsten taugt mir die Stadt schon… zwar lange Wege, aber an jeder Kreuzung und sonst überall wuselts, tiefe
Häuserschluchten, der Wind pfeift durch ebenjene und trotzdem (gerade deswegen?) ist die Stadt nicht unangenehm… wie es sich für eine Weltstadt gehört, stehn hier an den wichtigen Ecken Stadtplane rum…
Zwei Minuten zu spät eine Post gefunden (5.02pm) um einen Paketkarton zu kaufen, dafür weiss ich jetzt für morgen, wo die nächste Post ist… Jetzt erstmal die letzten beiden Einträge tippen und die Fotos machen, dann werd ich heut abend mal einen ganz gemütlichen machen, war die letzte Nacht und der heutige Tage wieder mal anstrengend… vielleicht kann ich der Erkältung ja so noch umgehen…
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Australien, Byron Bay, Greyhound, Meer, Regen, Skyline, Strand, Sydney, Unterwegs
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Sydney und Australien und Unterwegs
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Dez
09
Gestern
Abend im common room noch ein wenig Iron Man mit angeschaut und mit dem beginnenden Regen in die Falle. Um kurz vor 5am geht der Wecker, 40min bis zum Sunrise… also im Schweinsgalopp (dann doch alleine) die Lighthouse Road hoch. Dämmert schon, logisch… Am Ende perfektes Timing, 5min vor dem Sonnenaufgang oben, das Wetter und die Wolken spielen auch mit…
Und so komme ich in den Genuss, am östlichsten Punkt des australischen Kontinents
als erster die Sonne aufgehen zu sehen… ok, waren noch 4,5 andere da… hat schon was… dabei fällt mir auf, dass ich Nachteule schon lange die Sonne nicht mehr hab aufgehen sehen… schöner Blick von hier über die Strände des Südpazifik und die Bucht von Byron Bay… auch das Lighthouse (naja, eigentlich nur ein Leuchtturm) macht in der Morgensonne was her… das wirklich besondere hier oben ist einfach auf einem Kontinent als erster die Sonne des neuen Tages zu sehen…
Ganz entspannt wieder runtergemacht und nochmal bis um halb 10 hingelegt… kurz vor 10 pünktlich ausgecheckt und erstmal für 7 Bucks einen locker für die ganzen Klamotten gemietet. Heute gibts nochmal einen Tag am Meer… an 22° Wassertemperatur kann man sich dann doch gewöhnen… heute deutlich höhere Wellen als gestern, Spaß mit den brechenden Wellen gehabt und nach 2 Stunden braten in der Sonne bekomm ich wieder “restless legs”… diesmal den Strand in der anderen Richtung runtergelaufen… genau wie gestern, ideal zum geniessen und sortieren…
Am späten Mittag zurück zum Hostel, duschen und kurzes napping im common room, die ersten “richtigen” News seit Wochen gesehen und den Rest der Zeit bis der Bus kommt mit surfen (im Netz) verbracht. Ergo: ein entspannter und gechillter Tag heute… kaum vorzustellen, in weniger als 24h morgen Nachmittag schon am Sydney Opera House zu stehen…
Am Busterminal ziehen beim Warten wieder (wie auch schon in Brisbane überm Hostel) große Flughunde ihre Bahnen… Der Bus kommt, wir stehen alle da und warten drauf, unsere Rucksäcke einzuladen, da macht der Busfahrer der zweite
unfreundliche Australier(stand im übrigen direkt vor mir, konnte mich also nicht übersehen) erstmal die Ladeklappe an der Seite (warum auch immer, macht er sie doch keine 30 Sek. später wieder auf, hat eh keiner verstanden) nach dem Ausladen zu und knallt mir die ins Gesicht… kein cut, dafür aber Brille weg… super! Dunkel und keine Brille, viele Füße drumherum… bekomm die Brille (Gott sei dank nur schief) irgendwo aus der Menge angereicht und vom Busfahrer noch zur Verwunderung der Umstehenden nicht mal eine Entschuldigung…
Keine 20min nach Abfahrt gibts den ersten Zwischenstopp über 45min, alle müssen (!) aus dem Bus raus… und bis zur Abfahrt auch keiner mehr rein…auch so zum erstenmal erlebt… versteht eh keiner… stranger Kerl… anyway, das Thema Greyhound hat sich morgen Vormittag eh erledigt…
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Australien
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Dez
08
Gestern Abend noch mit dem einen oder andern daheim gesprochen und mal die Finanzen gecheckt… heute früh kurzer Fußmarsch und rein in den Greyhound. Einladung zur StrandpartyAuf gehts zum 4 Stunden Hüpfer bei 3 Stunden Fahrt, schlappe 174km… Brisbane im Rücken, wäre heute Abend in Byron Bay eine kleine Strandparty mit an beiden Händen verlesenen Freunden eine mit Sicherheit ganz gechillte Sache… also: vorbeikommen, gute Laune mitbringen, Bier organisier ich
Die Fahrt geht aus Brisbane an die Gold Coast, durch Surfers Paradise, eher ein Mallorca-Verschnitt mit Hotel-Burgen (die dann auch noch “The Mediterranean” heissen) und am Ende weiter durch die USA: ist schon witzig, wo ich auf meiner Reise überall lande (auf dem Weg nach Melbourne ja schon in Liverpool gewesen)… gehts gerade durch Miami und Palm Beach…
und weiter in die dunklen Wolken und den Regen… mit dem die locals hier deutlich stoischer umgehen als das in D der Fall ist… ein verschlafenes Nest nach dem Anderen, manchmal irgendwie auch gar nicht voneinander abzugrenzen… ist schon abgefahren, was hier so alles als CBD oder Transit Centre bezeichnet wird… zwischendrin passierts immer wieder mal: mittlerweile schon fast ein Reflex, im Bus sitzen = schlafen…
Mittags in Byron Bay angekommen, im Hostel eingecheckt, kurz einkaufen und dann beachwear eingepackt und rüber an den Strand… Boah, Alta! Ist das Wasser hier kalt! statt 29° auf guten 30m wie in Cairns und dem Rest der Coral Sea hats hier ganz offiziell gerade mal 22°… da ist aber nicht allzulange Baden angesagt… ja ich weiss, Weichei, Schattenparker und so… nebenbei weht eine steife Brise, die Sonne hängt hinter Wolken, so wirklich warm wirds nicht… aber wenn sie denn mal kurz durchkommt, dann brennt sie gewaltig runter.
Ausgedehnter Strandspaziergang,
Sand, Wind, Meer… einfach chillen, geniessen und Gedanken ihren Weg finden lassen… Blick aufs Lighthouse, mittlerweile hat sich die Vegetation im Vergleich zum fast 2000km entfernten Cairns dann doch gewandelt, aber hinterm Strand ist es auch hier grün… den Wellen beim Brechen und den Möwen beim grazilen Umgang mit dem Wind zugesehn…
ganz schöne Riptide hier, zieht die doch ganz gewaltig an den Füssen, die Unterströmung… langsam zurück zum Hostel, Byron Bay ist grössentechnisch z
war eigentlich ein verschlafenes Nest, hat der Tourismus (und Weihnachten) hier aber schon deutlich Einzug gehalten… nochmal Wasser für den Marsch morgen “früh” holen… einer der “Mitbewohner” überlegt sich, morgen auch für den Sunrise früh aufzustehen und mitzukommen… die andern beiden, zwei australische Schönlinge (nein, da schwingt kein Neid mit), sind eher komisch drauf… witzigerweise hat Grace (die Schwester aus Sydney) auf Fraser genau über solche Jungs mit dem Kreuz des Südens auf der Brust vom feinsten abgelästert… anyway, mir ists wurscht und ist ja nur für eine Nacht! Bin mal gespannt, ob das was wird morgen und das Wetter mitspielt…
Entspannt erstmal ein wenig aufs Ohr gehauen… auch wenn ich wegen der Zeitumstellung (schon wieder!) eine Stunde gewonnen hab, bin ich ganz schön k.o.. Mal sehen, was der Abend noch so bringt, im Zweifel früh ins Bett gehen, wenn der Wecker für die Nachtwanderung um 4.45am geht…
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Australien, Brisbane, Byron Bay, Greyhound, Meer, Regen, Sonne, Strand, Unterwegs
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Australien und Unterwegs
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