BackpackersBlog

Ein Reisetagebuch und mehr…

Dez
05

Fraser Island – Day 3


Wieder früh raus, das Telefon bemüht, die Sachen zusammengepackt und den grossen Rucksack in der Storage für die Abholung abgeworfen…. und dann Frühstücken… der Tag fängt mir 2 Lizards beim Sonnen / Futter suchen schon gut an… und dann gehts auf zu Tag 3…

 Blog 5.12. 001 Heute werden aus 28 Teilnehmern ganze 15, die 3 Tage hier verbringen… ”rude songs”
für
den harten Kern
ein entspannter Tag steht an… erstmal gibts die aufgesparte musikalische Untermalung mit den “rude songs”… Unterwegs einem kleinen im Sand festgefahrenen Jeep mit 5 Mann mittels Anschieben weitergeholfen… weiter gehts… 10min später einen kleinen, beim Vorbeifahren vom Bus “gefällten” Baum von der “Strasse” zerren…  danach gibts einen gemütlichen Fußweg zu Lake Wabby… by the way: hier gibts sogar Drachen… nur Tiger hab ich noch keine gefunden…

Blog 5.12. 002 Eine Blog 5.12. 003 gute Stunde an Lake Wabby mit Baden im leicht grünlichen (dank Algen) aber sauberen Wasser verbracht… hier gibts Catfish und andere Süßwasserfische… danach einen 2km Fußmarsch über eine riesige Sanddüne zum Strand (und damit zum Bus) runter… von hier gehts zum Mittagessen in ein nahegelegenes Resort (Eurong Beach)… hier stell ich einfach mal wieder fest, warum mir ein Urlaub mit Rucksack auf dem Buckel und unterwegs einfach lieber ist: ich mag die Massenspeisesäle nicht, wo jeder sein Futter runterschaufelt…

Blog 5.12. 004 Danach auf dem Weg zu Lake Birrabeen einem festgefahrenen Tourbus geholfen… heut ist Tag der Steckenbleiber… wir wagen uns trotzdem durch den “soft sand” und werden mit einem Bad im Lake belohnt… schaut hier genauso aus wie an Lake McKenzie: ganz feine Sache: weisser Sand, kristallklares Wasser, blauer Himmel und drumherum tropische Vegetation… im seichten Wasser eine Runde Frisbee gespielt… derweil zieht ein Seeadler über uns seine Kreise… und “endlich” der Ansatz eines Sonnenbrandes… wär ja auch eine Katastrophe gewesen, Down Under gewesen zu sein und nicht behaupten zu können, die Sonne sei hier einfach anders… nach Kaffe und Keksen “gemütlich” (also schaukelnd wie immer) zurück zu Kingfisher Bay… so gehen denn auch 3 Tage auf der größten Sandinsel der Welt langsam aber sicher zu Ende…

Und mittlerweile ist mehr als die Hälfte des Urlaubs vorbei… weiss noch gar nicht so recht, ob ich das gut finden oder bedauern soll… denn das Becks gestern Abend (auch wenns in Sydney gebraut wurde) war schon lecker… und auf einen Schweinebraten hätt ich jetzt auch echt Bock… aber dazwischen liegen grade fast 17500km und noch ein Kontinent…  auf der Rückfahrt (quer über die Insel von Ost nach West) fällt der Wechsel in der Vegetation auf: wächst die Insel doch auf der Ostseite kontinuierlich weiter, ist die Vegetation hier nicht älter als 200 Jahre… je weiter ins Inselinnere es geht, umso älter (und größer) wird die Vegetation. Am Westufer ist dann seit mindestens 700000 Jahren Grün vorhanden… 4.10pm, thats it! Nachdem wir angekommen sind, noch schnell den Bustrip nach Brisbane  bestätigt (hatte ich doch das letzte mal, als ich auf der Insel Empfang hatte, die Greyhound-Buchungsnummer nicht dabei)… und ich will bei so einem Urlaub wirklich nicht rummaulen, aber irgendwie hab ich in ein oder 2 Tagen keinen Bock auf den geplanten Urwaldtrip… ist der auf Fraser doch einfach Klasse und wird sich 300km weiter südlich an der Vegetation nicht so viel geändert haben… mal sehn, was sich da drehen lässt… hätt ich doch gern ein wenig Zeit mehr in Sydney…

Blog 5.12. 005 Um 5pm steigen alle anderen auf die Fähre, da der Greyhound aber erst heute nacht um 1.25am geht, bleib ich noch bis 8pm auf der Insel… “Gönne” mir noch einen 2km Fußmarsch zu einem lookout, von hier sieht man aber vom Sunset gar nix… also wieder runter an den Strand… auch wenn im Westen jetzt Wolken aufziehen, ein Farbspektakel wirds sicher… und genauso wars dann auch: der Himmel hat gebrannt… Fast zu schade, dass niemand dabei war, den ich kannte… mit mehreren wärs sicher noch ein klein wenig schöner gewesen…

Blog 5.12. 006 Nach dem Sonnenuntergang ein kleiner Gewaltmarsch den “heart attack hill” zum Buffet hoch, was gefuttert und genauso den Hügel wieder runter zum Jetty und der Fähre… nebenbei bemerkt, im Moment stehen Mars und Venus in Junktion, sieht man auch nicht alle Tage am Abendhimmel… und vor 3 oder 4 Tagen haben die beiden mit der Monsichel zusammen einen Smilie produziert… um kurz nach 8 auf die Fähre, nach 45min um kurz nach 9pm wieder Festland unter den Füssen, Rucksack organisiert und am Bus-Terminal abgesetzt… kurz die Sachen sortiert, den heutigen Eintrag getippt und auf den Bus gewartet…

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Dez
04

Fraser Island – Day 2


Nach einigen Bierchen gestern abend in gemütlicher Runde (2 Briten, 2 Iren und einer Australierin (ja, auch die machen im eigenen Land Urlaub)) früh ins Bett. Der Wecker klingelt unbarmherzig um 7am. Die Ziakaden machen einen Heidenlärm… fertigmachen und Frühstücken… Müsli ist
was
für squirrels
Bei Rührei, Speck, Sausages und french toast in der Früh muss man sich immer wieder über den Lebenswandel woanders wundern… Müsli und Cornflakes ist hier was für “squirrels”…

 Blog 4.12. 001Um 8am geht die Tour zu Tag 2 los: erstmal quer über die Insel zu einem Sandblow, einer riesigen Wanderdüne, die den Regenwald unter sich begräbt, 3m pro Jahr wandert… und von da weiter auf den 75mile beach, der aber nur 58 Meilen lang ist… überall kleine Süsswasserbäche, die ins Meer fliessen. Besteht die Insel doch in ihrer Gesamtmasse doch zu 30% aus Süßwasser! Rechts vom Bus im Osten der Südpazifik (“swimming not recommended”, gibts hier doch viele Haie: Bullen-, Tiger- und Hammerhaie, da die Küste vor Fraser Island Blog 4.12. 002(hier gibts so viele Haie wie an sonst kaum einer Küste in Australien!) ein grosser Laichplatz für alle Beutefische ist)… und dann gibts am Strand wieder so eine “lifetime chance”: ein 15min Rundflug über Fraser-Island… witzig, einfach mal so vom Strand zu starten und landen… auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung, seh ich doch so die sandblows, perched seas und den Rest des Regenwaldes von oben! Nach der Landung (natürlich wieder auf dem Strand) am Mahena-Wreck wird womit mitten im Nichts gezahlt, wenn nicht cash? Genau, mit der Kreditkarte…

Blog 4.12. 003 Das Wrack hat schon was… der Taucher stellt sich das Ganze natürlich unter Wasser vor! Danach gibts einen 5min Stopp an den “Pinnacles”, bunter Sand, thats it… weiter gehts, 45 min weiter nordwärts zu den “champagne pools”, untermalt mit der “Aussie-Playlist”, da darf natürlich das “land down-under” nicht fehlen… der perfekte Moment, auf den Ozean zu schauen und den eigenen Gedanken nachzuhängen…

Am Indian Head angekommen, kommt der Bus vor lauter Sand nicht um die Kurve… also zum Gewicht verringern, Blog 4.12. 004alle aussteigen.. .aber auch das bringt nix… also wird umdisponiert: zuerst gibts lunch am Strand, dann gehts den Indian Head rauf (einen der wenigen Felsen auf der Insel, aber der besteht auch nicht aus “echtem” Stein, sondern aus “coffee rock”, (über Äonen) komprimierten Pflanzenrückständen mit Sand gemischt… zerbröselt in der Hand wie Kaffee)… von hier aus einen klasse Blick über den Strand und ins Flachwasser, sehen mehrere Stingrays von oben im Wasser… nette Klippen, steil nach unten gehts hier…

 Blog 4.12. 005Nachdem der Bus ja wegen des soft sand nicht um die Kurve kommt, steht ein gut 30minütiger Fußmarsch zu den “champagne pools” an: barfuss durch den Sand am Strand entlang… relativ am Anfang gleich ein echter Dingo: liegt am Strand und wartet auf Futter von den Campern… im Wasser einen Adlerrochen oder einen Manta gesehen, so genau lässt sich das durch die Wellen nicht sagen…

Blog 4.12. 006 Dann  gehts zum Baden in den “champagne pools”, nicht ohne die vorher obligatorische Warnung vor Gefahren und dem Hinweis:Blog 4.12.08 001 “Help can be hours away”: kleine, von Fels vom Meer abgetrennte Becken, in die die Wellen der “high tide” einfach überschwappen… sieht wirklich wie schäumender Champagner aus… eine Stunde Aufenthalt und dann genau denselben Weg am Strand zurück zu Bus… hier wartet auch schon der Dingo von vorhin auf und (Wiedererkennungswert dank Tag im Ohr sehr gut)… scheint ein Alpha-Tierchen zu sein, keine Rippen zu sehen, wohlgenährter Bursche…

Blog 4.12.08 2 001 Langsam zieht im Südwesten der Himmel zu,… gut dass wir uns den Sonnenuntergang gestern “gegönnt” haben! Auf dem Weg zum Eli Creek ein 30min Powernap hingelegt… am Creek angekommen wirds zunehmend Wolkiger und dämmrig…letztlich auch (ein klein wenig) kälter… nach Kaffe (immer diese ich-lös-meinen-Kaffe-selber-auf– Plörre) und Muffins ´. Danach gehts weiter am Strand entlang, das ganze mit schönem Blick auf die aufziehende Gewitterfront… die letzten 30km wieder ein “bumpy ride” quer über die Insel… zwischendrin mal fast ganz festgefahren, erntet Hayden Applaus dafür, dass wir nicht schaufeln und schieben müssen…

Nach dem Duschen (heute früher) Abendessen, danach ein paar Bierchen mit den Jungs und Mädels von gestern und einer Runde Billard… und dann gegen 10pm gen Heimat, die letzten beiden Einträge abtippen und dann ganz schnell Sachen packen und für morgen fertigmachen, steht doch morgen nicht nur ein Tag im Bus auf der Insel an sondern auch eine Nacht auf der Strasse im Greyhound an…

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Dez
03

Fraser Island – Day 1


Gestern Abend ist noch ein Münchner (schon wieder!) in unser Dorm eingezogen. Und was machen 2 Jungs aus München abends um Zehn? Genau! Noch n Bierchen trinken! Nur dass in Hervey Bay um 10pm alle Bordsteine hochgeklappt werden… am Ende nach längerem Marsch das Schild eines Hostels (“only guests after 7pm”) ignoriert und an der Bar mit einer Holländerin und einer Östereicherin gemütlich 2 Jugs Victoria Bitter gezischt…

Blog 3.12.08 001 Heute früh raus, Sachen zusammengepackt, Kaffe organisiert. Um kurz vor 8am Pickup… einchecken an der Fähre, nur das nötigste für den heutigen Tag (Kamera, Sonnencreme und Badesachen) mitnehmen, 30min übersetzen. Erstmal durch unseren Ranger prüfen, ob auch alle da sind und keine special needs beim Essen haben political correctness
mal anders
(“you’re a veggie?” in AUS gehts das, überall anders wären die Leute “offended” gewesen, aber die Aussies haben ihre eigene “political corectness”). Erster Eindruck von Fraser Island. Ganz schnell security briefing für das Verhalten im Bus, gaanz wichtig: Anschnallen! Gehts doch über Sand”strassen”… kurz am Zaun, der das Resort umgibt und vor der “Wildnis” und den Dingos schützen soll halt gemacht. Aber der Zaun bringt laut Guide Hayden gar nix, sind die Jungs doch viel zu clever…

Blog 3.12. 001 Und los Blog 3.12. 002 geht die holperige Fahrt. Erstmal den “Rollercoaster” runter, musikalisch untermalt mit “We’re all gonna die someday!”.

Angehalten für einen kleinen Bushwalk, quer durch den tropical rainforest gehts nach 3km über einen kleinen Creek… hierdrin finden sich Aale und Catfish… auf der kleinen Brücke steht eine Skulptur einer deutschen Künstlerin aus dem Jahre 2004, trotzdem noch mit “Western Germany” belabelt… unterwegs festgestellt, dass es hier sogar (für alle Kenner des Herrn der Ringe) Ents gibt… nach weiteren 1,5km treffen wir uns wieder mit unserem Guide… und der beweist mal wieder Aussie-Humor und deponiert eine Plastikschlange am Ende des Walkingtrails…

Blog 3.12. 003 Weiter Blog 3.12. 004 geht der “bumpy ride” zu Lake McKenzie, einem der 40 Süsswasserseen der Insel (die im übrigen nichts anderes ist, als ein riesiger Haufen Sand, keine Erde, kein Felsen, kein Mutterboden)… hier gibts Lunch, unterm Tisch zischt ein Lizard vorbei… und dann 3 Stunden Zeit, in Lake McKenzie zu schwimmen… genauso idyllisch wie auf den Fotos, die ich schon vorher gesehen hab: klarstes Wasser (da kann selbst der Eibsee nicht mithalten), weisser Sandstrand und drumherum tropische Vegetation… das Ganze gewürzt mit strahlend blauem Himmel ohne eine einzige Wolke… so lässt es sich ziemlich genau 17500km von zuhause in der Vorweihnachtszeit ganz gut aushalten… Wünschte, der eine oder andere wäre mit hier, um das zu teilen… Das ist sicher einer der Orte, bei denen man die wahre Schönheit erst begreift, wenn man längst schon wieder zu Hause ist…

Blog 3.12. 005 Kurz nach 4pm gehts wieder Richtung Resort zurück und dabei über die Busanlage Musik auf die Ohren: was passt in einem 4WD-Bus auf einer Sandinsel besser als Metallica’s ”Enter Sandman”? Kurz am Souvenirshop der Insel haltgemacht, bekommen unsere keys. Kurze Einweisung, wann es wo etwas zu Futtern gibt, und dann bei strahlendem Sonnenschein runter zum Pier, den ersten richtigen Sonnenuntergang angucken. Der war echt traumhaft… Postkartenmotiv! Geniale Farben… Danach noch kurz ein Bierchen und ab zum Buffet mit dem Shuttlebus der Insel, gibts doch ab 8pm nix mehr… oder eben früher… wie sich kurz darauf herausstellen sollte… naja, es hat gerade gereicht…

Die Lodge selber ist nicht das versprochen 4-Sterne Etwas, da war der Rezeptionist im Hostel wohl falsch informiert… wär für den Preis auch ein Wunder gewesen… aber mir langts dicke! Noch schnell Duschen und dann das eine oder andere weitere Bierchen unten an der Bar gegönnt… und einigermassen zeitig in die Falle, war der Tag doch anstrengend genug…

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