Okt
29
Um 3 mit geweckt worden, als Frank als erster seiner Wege zieht… nochmal umgedreht und bis 5:45 zum allgemeinen Wecken weitergeschlafen. Schnell nochmal geduscht und ganz wichtig: Kaffee!
Beim Beladen des Minibusses den Ägyptern belustigt zugeschaut und dann nach einem feuchten Abschied von Kathrin und 3h Fahrt nach Hurghada (gelesen, gedöst, gelangweilt, gibt ja nicht viel ausser Wüste hier draussen) Antje am Flughafen abgesetzt. Um 10:00 im Office von DeepBlue abgesetzt, mit den anderen ein wenig durch die Anlage geschlendert und nochmal zu Fuss in die Stadt, die Telefonkarte aufladen… nochmal nach den daheim versprochenen Klamotten geschaut, aber was anderes als Pflanzen-Kölle Shirts gibts hier nicht… irgendwie wird mir das Land über Wasser zunehmend unsympathisch. Überall Bauruinen, Dreck und Chaos… Wie Kathrin würd ich das hier sicher keine 8 Jahre aushalten… Unter Wasser ists dafür hier um so schöner… aber mehr als Tauchen werd ich hier sicher nicht machen…
Mit dem Taxi auf Arabisch auch ohne Taxameter (geschickt hinter einem Plüschtier versteckt) für einen fairen Preis zurück zum Office und noch ein Wenig lesen bis zum Transfer… Beim Rückflug steht die selbe Chaostruppe mit mir in der Schlange für meinen Flieger… na Prost Mahlzeit! Und wie immer ists ganz interessant, den Gesprächen der Mitreisenden in der Warteschlange zu lauschen.
Beim Warten nach der Sicherheitskontrolle spricht mich doch glatt einer aus der Truppe vom Hin und Rückflug an: erst komm ich nicht drauf, aber dann klingelts: Stefan Prebeck von adH… kurz ein wenig geratscht und dann boarding… ereignisloser Flug in den Sonnenuntergang… vom Flughafen von R. abgeholt worden, bleibt daheim nur noch der Gang zum HNO, dann ist der Urlaub auch abgeschlossen… bin mit dem Ohr ganz froh, dass ich wieder zuhause bin!
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Okt
17
Kaum ein halbes Jahr vergangen, gehts wieder Richtung "Haus"-Meer… diesmal mit einer Süd-Safari im Roten Meer…
Bei mauem, kalten und regnerischen Wetter zum Flughafen gebracht worden, geht der Check-In reibungslos und ohne große Wartezeit (waren wir doch "früh genug" dran…). Diesmal sind beide Rucksäcke / Taschen zum erstenmal Sperrgepäck… Wie auch immer… Nach einer kurzen und schmerzlosen "Schuh-Shopping-Tour" im Untergeschoss gibts einen gemütlichen Kaffee und dann heists: "bis in 2 Wochen"… Ab durch den Zoll und die Sicherheitskontrolle, noch gute 2h am Gate warten… gut dass es ein Spielzeug mit eigenem Internet gibt…
Boarding ganz nach Sitzordnung, zum erstenmal erlebt, dass das auch durchgesetzt wird… im Flieger gleich mal schräg angelabert worden… und genau der Typ will dann partout nicht einsehen, dass die Gepäckablage über ihm Tabu ist, weil da das ganze Sicherheits und Erste-Hilfe-Zeug drin ist… bis der Purser kommt und ihm mit "Ausladen" droht… dann war er auf einmal still… um mich herum ein Tauchverein, der es schafft, den Flug unangenehm zu gestalten…
als ob man zum Ballermann flöge… überm Mittelmehr wirs ein wenig rauh, bin froh, nicht am Gang zu sitzen, da die Flugbegleiterinnen den Kaffee auf diverse Unterarme statt in Becher verteilen… über Ägypten gehts dann in den Abend und die Nacht hinein… schönes Farben und Lichtspiel der Sonne in den Wolken… um kurz nach 18:00 ist der Flug dann endlich vorbei… aus 2° mach 30°… so lässt sich das eher aushalten…
Grosses elektronisches Aufgebot am Flughafen, hier herrscht Schweinegrippen-Panik… Jeder Ankömmling wird automatisiert mit einer Infrarotkamera auf seine Körpertemperatur überprüft… Visum geholt, lange angestanden… sind wohl zeitgleich mit einem Russen-Bomber angekommen… und die Blagen benehmen sich genau wie die Eltern… mal schauen, wielange man fremden Männern auf den Füssen rumtreten kann, bis man eine gelangt bekommt… aber Gott sei Dank war Mutti schneller… langes Warten, direkt vor mir "drängelt" sich die Crew unseres Fliegers vor… raus zum Gepäckband, das ganze Gepäck holen…
Raus ins Taxi… mit dem Guten gewaltig ums Geld gestritten, am Ende (völlig überteuert) 100 Pfund gezahlt… aber er hat nur 80LE bekommen, die anderen 20 waren für seine beiden Söhne… so hat wenigstens jeder sein Gesicht gewahrt… und für einen neuen Renault mit funktionierendem Anschnallgurt kann man auch schon mal 2 Euros mehr zahlen… Hallo auf der Basis ("ja, wie? ist denn heut schon der 17.te?")… mir erstmal erzählen lassen (müssen), dass sie heute bei der Ausfahrt fast 20 Delphine gesehen haben… langen Zahn bekommen … dann kurz zum shoppen gegangen… vorm Carinas noch Antje getroffen… immer wieder witzig, dieselben Nasen zu treffen… kurzes Stelle und danach kurz das ägypt. Handy aufladen (nett, die Verkäuferin im "El Hoda-Phone" konnte sich vom Mai noch an mich erinnern) und TShirts kaufen… danach heim, schnell ein paar Zeilen schreiben und müde ins Bettchen…
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Mai
04
Wie immer um kurz nach 8 raus, die Anderen verabschieden… das Wetter ist heute wieder total bewölkt, zwar warm und feucht, aber keine Sonne und dicke Wolken… Karten und emails ausgetauscht… und dann dem davonfahrenden Boot nachgeschaut… irgendwie sind die 2 Wochen dann doch schnell zuende gegangen…
aber ich freu mich, heut wieder heimzufliegen… Angefangen die Sachen zusammenzupacken, die Neoprenklamotten sind tatsächlich nicht ganz trocken… mal schaun, ob die in den nächsten Stunden noch an Gewicht verlieren… Eintrag von Gestern fertiggemacht… rumgesessen, gelesen, auf den Flug gewartet… die letzte Stunde vor der Abfahrt mit dem Taxi zieht sich wieder ewig… vor allem mit den gestrandeten Seelen, die gerade um mich herum dahinvegetieren… Das Wetter wird nicht besser… Tauchtasche fertiggemacht und um kurz vor 16:00 mit dem Taxi zum Airport…
Sicherheitskontrollen ohne lange Schlange und trotz fast 3h vor FLug lassens mich diesmal sogar durch… Check-In ist auch schon offen… das Fluggepäck hat auf den Strich genau 20,0kg… und zu schwer ist das nicht ganz trockene Tauchgerödel auch nicht… einen Fensterplatz gibts auch noch… also durch die Immigration und gute 2h warten am Terminal 8 bei wolkenverhangener Sonne… der zwischenzeitliche zweimalige Stromausfall ist nicht unbedingt vertrauenerweckend aber für Ägypten normal und zaubert lediglich ein müdes Lächeln auf die Lippen…
Für ägyptische Verhältnisse echt frühes Boarding und letztlich Lift-Off mit genau 6min Verspätung… so pünktlich bin ich hier noch nie weggekommen… Dann dauert es 5500 Höhenmeter, bis ich die Sonne heute zum ersten Mal so Richtig zu Gesicht bekomme…
Flug in den Sonnenuntergang über den Wolken… so mag ich ’s Fliegen… Farbspiel am Horizont… Der Condor-Service wird leider auch immer schlechter, jetzt hast noch nicht mal mehr die Menü-Auswahl, jetzt musst nehmen, was auf den Tisch kommt… und gefühlt war auf den Tabletts früher auch weniger Platz (und die Tabletts haben sich nicht verändert…)
Egal, überpünktlich nach 4h10min gelandet, abgeholt werd ich auch
… daheim angekommen, ein paar Urlaubsmitbringsel verteilt und schon mal die erste Waschmaschine angeschmissen… so geht ein kalter und bewölkter Urlaub ganz unspektakulär zuende… jetzt hab ich ja noch ne Woche, um mich vom Urlaub zu erholen…
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Dez
22
Ein enstpannter Flug mit einem Tag im Zeitraffer: abends Start und abends Landung, bei knappen 12h Flug gegen die Sonne dauern Tag und Nacht jeweils nur 6h…
Dafür “unterhält” mich mein Sitznachbar: einer der neuen “Bad Guys”: ein selbstständiger amerikanischer Börsenmakler mit deutschen Wurzeln, der mir erzählt, wo er schon überall war, dass er schon mal um die Welt gesegelt ist und was er noch so vorhat… hmm… so gut laufen die Geschäfte wohl grad nicht, sonst würd der nicht neben mir in der Holzklasse sitzen (die nebenbei bemerkt, im Vergleich zu Air New Zealand echt spartanisch ist: sicher weniger Beinfreiheit und die Filmauswahl ist geradezu spärlich (und fast dieselbe wie vor 6 Wochen auf dem Weg nach Hong Kong))… die Geschichten meines Nachbarn von seiner Frau in den USA, dem Sex und seiner Freundin in Deutschland beende ich dann zügig mit dem Inflight-Entertainment… fällt das doch sicher nicht in die Kategorie: “things I always wanted to know”…
Dank Flug an der Tag- Nachtgrenze entlang wirds über Grönland (jopp, das ist der direkte Weg, ist die Erde doch eine Kugel!) ein wenig dämmrig… der Morgen zieht auf… und richtig Hell wirds nie, die Morgendämmerung geht also nahtlos in die Abenddämmerung und die Dunkelheit über… auch komisch… zwischendrin tatsächlich dann das Nasenspray aus den USA gebraucht…
ich dacht, mir brennts das Hirn weg… machen die da doch auch noch Menthol und Campher mit rein… schlimmer als Schnupftabak zu weit oben… und interessanterweise wirkt (derselbe Wirkstoff in derselben Konzentration) das ganze bei den Amis angeblich 4h länger als bei uns… und irgendwie hab ich mir beim Schlafen einen Lagerungsschaden auf der Armstütze geholt: der linke Daumen ist total taub… wird schon wieder vergehen (hoffentlich)…
Nach den letzten 9600km Landung um 17:24 pünktlich in München…
das Gepäck kommt zum letzten Mal heil an (gut, dass das den ganzen Urlaub über wunderbar funktioniert hat), der Zoll zieht mich auch nicht raus… und so steh ich am Weihnachtsmarkt vorm Terminal 2 und bin wieder daheim! Vom besten Freund abgeholt, gehts erstmal schnell zum einkaufen, ist der Kühlschrank daheim doch richtig leer… und auch Weihnachtskekse müssen mit… und dann endet der Urlaub (fast) so wie er angefangen hat: mit einem Abendessen… endlich was gscheits, einen Schweinsbraten und nicht nur ein gutes deutsches Bier!
Ein Urlaub
mit
allen Höhen
und TiefenEin absolut abgefahrener Urlaub mit allen Höhen und Tiefen und voller Gegensätze: Sonne und Regen, warm und kalt, angenervt und total entspannt, Wüste und Meer, netten Leuten und Freaks, lang- und kurzweilig… das komplette Programm eben, was man so auf beinahe 50000km erleben kann… auch wenn ich manchmal rumgenölt hab und jetzt heilfroh bin, wieder daheim zu sein und vertraute Gesichter und Stimmen um mich herum zu haben, es war eine Hammer-Erfahrung… und ohne Tagebuch hätte ich jetzt schon wahnsinnig viel wieder vergessen…
Nach dem Essen stelle ich fest, dass in keinen 7 Stunden mich der Alltag in Form von Arbeit wiederhat… also ganz schnell ab in die Falle…
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Nov
14
Nach
dem letzten Dienst gibts noch ein gemütliches Frühstück in der Klinik, ein klein wenig sentimental für die nächsten fast 6 Wochen verabschieden. Danach gehts heim, die letzten Sachen einpacken. Nach einer überraschenden aber bei weitem nicht unerfreulichen Einladung zum Abendessen gehts raus zum Flughafen, einchecken (bei der Lufthansa reichts mittlerweile, nur den Pass auf einen Scanner zu legen, schon gibts das E-Ticket) und nach 2 gemütlichen Airbräus (bei denen wir uns ganz gekonnt verquatscht haben (gut, dass Tim mit aufgepasst hat)) im Galopp zum Zoll und zur Sicherheitskontrolle. Hier gerade eben noch rechtzeitig gewesen, wird doch 2 Leute hinter mir die Sicherheitskontrolle geschlossen… Ob der Drang in die Ferne diesmal nicht ganz so gross ist? Vor dem Boarding noch im Laufschritt was zu trinken und zu lesen gekauft…
Um 22:09 Ortszeit hebt der Flieger ab: vierstrahlig, gute 350t Startgewicht bei einer Spannweite von guten 60m… ein A340-600 eben… Jetzt gehts also auf grosse Tour… diesmal mit gemischten Gefühlen und irgendwie fühlt sich grad alles ein wenig
surreal an… Zuerst über das nächtliche Russland, ein bischen dösen, hinein in den Sonnenaufgang, wieder dösen… zwischendrin ein wenig “Inflight-Entertainment”. Warum wird hier “Mary Poppins” angeboten? Etwa ein Zeichen? und danach gönn ich mir gleich noch “Mamma Mia”… Wasn heute los? Weiter gehts über die Wüste Gobi und Tibet. Noch 4h bis Hongkong, das Kabinenlicht ist weiterhin aus, alle haben ihre Fensterschieber unten… da bekommst fast ein schlechtes Gewissen, wennst mal ein Bischen Licht in die Maschine lässt, um runterzugucken… wird Zeit, dass das Licht wieder angemacht wird…
So langsam aber sicher macht sich dann doch Reisefieber bemerkbar, trotzdem ist ein Teil meines Hirns in München hängengeblieben… Kontinent Eins,
Etappe EinsDa taucht Hongkong am Fenster auf: maue Sicht, da ziemlich diesig, aber jetzt schon gross… und schliesslich und endlich heisst es nach fast 9500 geflogenen Kilometern um 15:30: wieder Boden unter den Füßen, Kontinent Nummer Eins erreicht, Etappe Eins geht los!!
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