BackpackersBlog

Ein Reisetagebuch und mehr…

Dez
13

In den Blauen Bergen wandern wir…


Kurze Nacht dank sich streitendem arabischen Pärchen bis in die Puppen… Have you
seen
my conditioner?"
und dann kommt die Kleine um sage und schreibe 5.45am auf die Idee, Haare waschen zu müssen… ganz klar: wildes Gekrusche in allen möglichen Tüten und dann wird erstmal der Kerl angepampt, weil sie ihren Conditioner nicht findet… da schoss mir ein politisch völlig unkorrekter Gedanke durch den Kopf… anyway

Blog 13.12. 001 Also bin auch ich um 6 aufgestanden, n bischen surfen, den besten Freund anrufen und dann zur “Woollies-Metro” Ecke Park und George… Tja, und wo ist die “Woollies-Metro”? Nicht wie gedacht, die Metro nach Wollogong, sondern die Townhall Station genau da wo Woolworth ist… da konnten mir freundlicherweise ein paar Roadworker weiterhelfen, die wussten dann auch gleich, dass ich um 8 abgeholt werde… kleine Weltstadt… und trotz Regens, man glaubt es kaum (ja, ich musste erst suchen!), kann der Himmel über Sydney auch Blau sein…

Blog 13.12. 002 Um 8 Hop auf den Bus und los gehts… zuerst Besuch der olympischen Stätten Sydneys… groß… und mit einem Bahnhof versehen, der zusammen mit den eingesetzten Bussen eine Kapazität von sage und schreibe 300.000 Menschen pro Stunde hat (in beide Richtungen!)! Danach gehts weiter, aus dem Umland von Sydney in die “Blue Mountains”… Abstecher in den Nationalpark nach Glenbrook… ein gum-tree rainforest… über eine Furt und ein kleines und steiles (aber geteertes) Sträßchen zu einer großen Wiesenfläche… fast 3 1/2 Wochen hats gedauert! Da sind sie, meine ersten Kängurus aus der Nähe (und nicht aus er Ferne wie an der Great Ocean Road)… lassen sich beim äsen kaum von uns stören… und dann das Übliche bei solchen Touren: nach 15 minütigen Fotostop alle wieder hophop auf in den Bus…

Blog 13.12. 003 Am  Horizont zeichnet sich kurz ganz klein die Skyline von Sydney ab… Stopp irgendwo am Highway in einem Dörfchen im Nirgendwo: Lunch. Die örtliche Feuerwehr hängt für mögliche Buschbrände (heute medium (trotz des vielen Regens) auf einer Skala von 1 bis 5) ein Plakat aus: “Be prepared to stay or go!”… eben wieder ein Beispiel für den unglaublichen Pragmatismus, der hier herrscht… Blog 13.12. 004Immerhin, irgendwer, der in den letzten Tagen mitgelesen hat, muss was gemacht haben: die Sonne scheint! Auf zu den “Wentworth Falls”… praktischerweise heißt die zugehörige “Stadt” genauso… tiefer Blick in eines der 7 Täler der Blue Mountains… mit einem Wasserfall (dank Regens in den letzten Tagen macht der auch was her!)… Durch den steifen Wind der hier weht, blästs das fallende Wasser wieder hoch und zerstäubts fein… mit einem Regenbogen zur Folge…

Blog 13.12. 005 Danach gehts noch ein bischen weiter nach Katoomba, die “Furby Steps” insgesamt über 400m runter… Guide Jim kommt nicht mit, bei seiner Körperfülle auch kein Wunder, hat er beim letzten “easy walk” schon geschnauft  wie eine Dampflok… während der vielen Treppen abwärts gibts einige kleine Wasserfälle am Rande und einen großen: die “Victoria-Falls" inclusive Blick auf die Blog 13.12. 006 “Three Sisters”. Ebenfalls von den aboriginal people “vergöttert”, sind sie im Vergleich zu Uluru bei weitem nicht so “touching”… ist aber auch ein gemeiner Vergleich, mit Ayers Rock kann eigentlich nichts dergleichen wirklich mithalten. Nichtsdestotrotz ein fantastischer Blick bei schönem Wetter über ein weiteres der Täler der Blue Mountains! Und statt den ganzen Weg wieder zurück (und  v.a. wieder hoch) zu gehen, gehts mit der “Scenic Railway” wieder hoch:  die Railway steht hier, weil im senkrechten Fels hier mal Kohle abgebaut worden ist, was an einigen Stellen auch noch in einer “Ausstellung” zu betrachten ist… und hier ist alles  noch so “natürlich”, dass pures Trinkwasser aus den Felsen kommt… perfekt, Flasche ist eh gerade leer… und gekühlt ists auch noch… “water… presented by mother nature”…

ABlog 13.12. 007nyway, hoch mit uns über die Railway, die die steilste der Welt ist! 52° oder sage und schreibe 128% Steigung! Das sind 1,28m Strecke bei 1m Höhenunterschied! Scenic World schliesst auch gleich mal die Verantwortung für den Tod als Komplikation aus… Leck mich am Arsch, in dem Moment wo du denkst, es kann nicht mehr steiler werden, wirds das! Und dann gehts gefühlt fast senkrecht durch einen Tunnel nach oben… Überaschenderweise heissts  jetzt “back home”… häh? kurz nach 2pm, 2h Fahrt nach Sydney, jetzt schon heim? ‘S gibt doch noch einen Lookout direkt über den Three Sisters… n bischen beim Guide rumgenölt und siehe da, ja ok, zwar nicht der, aber ich zeig Euch einen anderen Lookout… siehste, geht doch…

Pustekuchen! Nix mit Lookout! Heim nach Sydney fährt der Gute! Unterwegs gibts einen Abstecher auf eine der ältesten Brücken (und auch eine der ältesten Straßen) Australiens, 1833 gebaut und bis in die 1970er Jahre einzige Verbindung zwischen Sydney und Katoomba! By the way: die Spritpreise hier würden jedem deutschen Autofahrer die Tränen in die Augen treiben: nur knapp über 1$ der Liter, also umgerechnet beim derzeitigen Kurs ungefähr 50 Cent! Weiter über den Highway, überqueren wir den “Nepean River”… auch wenn noch alles sehr wenig urban aussieht, das ist die offizielle “Landkreisgrenze” gewesen… wir sind wieder in Sydney…

In Sydney angekommen, hat Jim ein schlechtes Gewissen, sind wir doch zu früh zurück… hm, was soll ich sagen… also schüttelt er sich pro forma eine “Stadtführung” aus dem Ärmel… inclusive einer Durchfahrt durch das Casino-Parkaus (zur Belustigung unseres Guides)… Ich lass mich wieder an der Ecke George und Park absetzen (dann fällt mir auf: haben die jetzt meine CreditCard belastet? Wollte niemand die 50$ von mir sehen)…

Blog 13.12. 008 Nachdem Blog 13.12. 009 das Wetter auch in Sydney noch klasse ist, gehts zu Fuss gleich mal zum Darling Harbour um die Ecke (unterwegs auf einen Party-Bus gestossen, das Pendant zur Party-Tram in München): echtes Kontrastprogramm zu gestern! Vom Harbour durch den CDB zum Circular Quay… unterwegs die Skyskraper im Gegenlicht, mit sich spiegelnder Sonne oder mit den Reflexionen der Nachbargebäude… genauso geil wie in HongKong! Und dann ist sie da, die Oper! Ja! Jetzt sieht sie genauso aus wie auf den Postkarten! Strahlend weiß! Einfach nur imposant… unglaublich, was Sonnenschein aus einem grauen Gebäude mit ein paar Fliesen auf dem Dach machen kann!! Warum nicht gleich so…

Blog 13.12. 010 Über “The Rocks” nochmal auf die Harbour Bridge, beim Ablegen eines riesigen Ocenaliners vor der Oper zugesehen: imposante Größe: deutlich größer als das Opera House. Diesmal die harbour Bridge bis zum anderen Ende zu Fuß passiert… im nachlassenden Sonnenlicht um kurz nach 7pm wieder runter in den Löwenbräu-Biergarten in “The Rocks”, ein “anständiges“ Bierchen trinken… nirgendwo ein Plätzchen frei, also einfach mal angequatscht und siehe da, sogar ein deutsches Pärchen… auch wenn jetzt Löwenbräu nicht mein Lieblingsbier ist, in der Sonne in Sydney auf anderen Seite der Welt schmeckts richtig gut. Die Blasmusik müsst jetzt nicht unbedingt “Wish You a Merry Christmas” spielen… anyway… das Pärchen stellt sich als wirklich nett heraus, und ich habs diesen Urlaub einfach mit der fliegenden Zunft…

Blog 13.12. 011 Nach dem Sonnenuntergang gehen wir gemeinsam zum Circular Quay, die Oper im Dunklen angeleuchtet… hat was! Hinter dem Hügel links neben der Oper geht ein riesiger, gelber Vollmond auf! Ein Mondaufgang, den ich so schon lange nicht mehr gesehen habe… eine riesige gelbe Scheibe am Horizont! Das werden gerade echte Neid-Fotos: das Opera House mit Vollmond daneben! Entschädigt definitiv für 3 Tage Regen! Aber es kommt noch besser! Wer und warum auch immer, neben der Opera wird ein Feuerwerk abgebrannt: der absolute Hammer! Sprachlos! Fertig aus!

Danach ziehen wir (immer noch vom gerade gesehenen beeindruckt) weiter um den Quay direkt zur Oper und einmal um das nächtlich erleuchtete Opera House herum… dabei fällt ein sich zügig bewegendes Licht am Nachthimmel auf… und der Pilot unter uns sagt ganz klar, das ist kein Flugzeug… damit bleibt bei der Größe und Geschwindigkeit nur noch ein Satellit oder die ISS… danach gibts nicht nur ein gemütliches Bierchen am Quay… nach einem echt schönen Abend zu dritt (und ausgetauschten Emailadressen) gegen 2am zu Fuß zurück, Taxi ist für uns 3 keins zu kriegen, ist grad “rush hour”… klar, Samstag abend, da wird weggegangen! Witzig, wo überall in den Wolkenkratzern auf einmal Clubs auftauchen. Auch in Sydney wird sich beim Weggehen bis zum Anschlag  (und leider manchmal offensichtlich auch ein wenig unvorteilhaft) aufgebrezelt.

Zurück im Hostel schnell  das (handschriftliche) Reisetagebuch fertiggemacht, die vielen Fotos und den Eintrag gibts erst morgen oder so.. ich bin jetzt müde… aber: Was für ein Tag! Das waren 3 Tage auf einmal! Einmalig, das Feuerwerk mit Vollmond über der Oper! Wenn jetzt morgen auch noch schönes Wetter sein sollte, macht mir Sydney den Abschied aus Australien unerwartet schwer!

Popularity: 13%


Post Tags: , , , , , ,
Kategorie: Sydney und Australien und Nationalpark | Kommentare (0)

RSS-Feed der Beiträge abbonieren? Ein Klick genügt!






Dez
05

Fraser Island – Day 3


Wieder früh raus, das Telefon bemüht, die Sachen zusammengepackt und den grossen Rucksack in der Storage für die Abholung abgeworfen…. und dann Frühstücken… der Tag fängt mir 2 Lizards beim Sonnen / Futter suchen schon gut an… und dann gehts auf zu Tag 3…

 Blog 5.12. 001 Heute werden aus 28 Teilnehmern ganze 15, die 3 Tage hier verbringen… ”rude songs”
für
den harten Kern
ein entspannter Tag steht an… erstmal gibts die aufgesparte musikalische Untermalung mit den “rude songs”… Unterwegs einem kleinen im Sand festgefahrenen Jeep mit 5 Mann mittels Anschieben weitergeholfen… weiter gehts… 10min später einen kleinen, beim Vorbeifahren vom Bus “gefällten” Baum von der “Strasse” zerren…  danach gibts einen gemütlichen Fußweg zu Lake Wabby… by the way: hier gibts sogar Drachen… nur Tiger hab ich noch keine gefunden…

Blog 5.12. 002 Eine Blog 5.12. 003 gute Stunde an Lake Wabby mit Baden im leicht grünlichen (dank Algen) aber sauberen Wasser verbracht… hier gibts Catfish und andere Süßwasserfische… danach einen 2km Fußmarsch über eine riesige Sanddüne zum Strand (und damit zum Bus) runter… von hier gehts zum Mittagessen in ein nahegelegenes Resort (Eurong Beach)… hier stell ich einfach mal wieder fest, warum mir ein Urlaub mit Rucksack auf dem Buckel und unterwegs einfach lieber ist: ich mag die Massenspeisesäle nicht, wo jeder sein Futter runterschaufelt…

Blog 5.12. 004 Danach auf dem Weg zu Lake Birrabeen einem festgefahrenen Tourbus geholfen… heut ist Tag der Steckenbleiber… wir wagen uns trotzdem durch den “soft sand” und werden mit einem Bad im Lake belohnt… schaut hier genauso aus wie an Lake McKenzie: ganz feine Sache: weisser Sand, kristallklares Wasser, blauer Himmel und drumherum tropische Vegetation… im seichten Wasser eine Runde Frisbee gespielt… derweil zieht ein Seeadler über uns seine Kreise… und “endlich” der Ansatz eines Sonnenbrandes… wär ja auch eine Katastrophe gewesen, Down Under gewesen zu sein und nicht behaupten zu können, die Sonne sei hier einfach anders… nach Kaffe und Keksen “gemütlich” (also schaukelnd wie immer) zurück zu Kingfisher Bay… so gehen denn auch 3 Tage auf der größten Sandinsel der Welt langsam aber sicher zu Ende…

Und mittlerweile ist mehr als die Hälfte des Urlaubs vorbei… weiss noch gar nicht so recht, ob ich das gut finden oder bedauern soll… denn das Becks gestern Abend (auch wenns in Sydney gebraut wurde) war schon lecker… und auf einen Schweinebraten hätt ich jetzt auch echt Bock… aber dazwischen liegen grade fast 17500km und noch ein Kontinent…  auf der Rückfahrt (quer über die Insel von Ost nach West) fällt der Wechsel in der Vegetation auf: wächst die Insel doch auf der Ostseite kontinuierlich weiter, ist die Vegetation hier nicht älter als 200 Jahre… je weiter ins Inselinnere es geht, umso älter (und größer) wird die Vegetation. Am Westufer ist dann seit mindestens 700000 Jahren Grün vorhanden… 4.10pm, thats it! Nachdem wir angekommen sind, noch schnell den Bustrip nach Brisbane  bestätigt (hatte ich doch das letzte mal, als ich auf der Insel Empfang hatte, die Greyhound-Buchungsnummer nicht dabei)… und ich will bei so einem Urlaub wirklich nicht rummaulen, aber irgendwie hab ich in ein oder 2 Tagen keinen Bock auf den geplanten Urwaldtrip… ist der auf Fraser doch einfach Klasse und wird sich 300km weiter südlich an der Vegetation nicht so viel geändert haben… mal sehn, was sich da drehen lässt… hätt ich doch gern ein wenig Zeit mehr in Sydney…

Blog 5.12. 005 Um 5pm steigen alle anderen auf die Fähre, da der Greyhound aber erst heute nacht um 1.25am geht, bleib ich noch bis 8pm auf der Insel… “Gönne” mir noch einen 2km Fußmarsch zu einem lookout, von hier sieht man aber vom Sunset gar nix… also wieder runter an den Strand… auch wenn im Westen jetzt Wolken aufziehen, ein Farbspektakel wirds sicher… und genauso wars dann auch: der Himmel hat gebrannt… Fast zu schade, dass niemand dabei war, den ich kannte… mit mehreren wärs sicher noch ein klein wenig schöner gewesen…

Blog 5.12. 006 Nach dem Sonnenuntergang ein kleiner Gewaltmarsch den “heart attack hill” zum Buffet hoch, was gefuttert und genauso den Hügel wieder runter zum Jetty und der Fähre… nebenbei bemerkt, im Moment stehen Mars und Venus in Junktion, sieht man auch nicht alle Tage am Abendhimmel… und vor 3 oder 4 Tagen haben die beiden mit der Monsichel zusammen einen Smilie produziert… um kurz nach 8 auf die Fähre, nach 45min um kurz nach 9pm wieder Festland unter den Füssen, Rucksack organisiert und am Bus-Terminal abgesetzt… kurz die Sachen sortiert, den heutigen Eintrag getippt und auf den Bus gewartet…

Popularity: 9%


Post Tags: , , , , , ,
Kategorie: Australien und Nationalpark | Kommentare (0)

RSS-Feed der Beiträge abbonieren? Ein Klick genügt!






Dez
04

Fraser Island – Day 2


Nach einigen Bierchen gestern abend in gemütlicher Runde (2 Briten, 2 Iren und einer Australierin (ja, auch die machen im eigenen Land Urlaub)) früh ins Bett. Der Wecker klingelt unbarmherzig um 7am. Die Ziakaden machen einen Heidenlärm… fertigmachen und Frühstücken… Müsli ist
was
für squirrels
Bei Rührei, Speck, Sausages und french toast in der Früh muss man sich immer wieder über den Lebenswandel woanders wundern… Müsli und Cornflakes ist hier was für “squirrels”…

 Blog 4.12. 001Um 8am geht die Tour zu Tag 2 los: erstmal quer über die Insel zu einem Sandblow, einer riesigen Wanderdüne, die den Regenwald unter sich begräbt, 3m pro Jahr wandert… und von da weiter auf den 75mile beach, der aber nur 58 Meilen lang ist… überall kleine Süsswasserbäche, die ins Meer fliessen. Besteht die Insel doch in ihrer Gesamtmasse doch zu 30% aus Süßwasser! Rechts vom Bus im Osten der Südpazifik (“swimming not recommended”, gibts hier doch viele Haie: Bullen-, Tiger- und Hammerhaie, da die Küste vor Fraser Island Blog 4.12. 002(hier gibts so viele Haie wie an sonst kaum einer Küste in Australien!) ein grosser Laichplatz für alle Beutefische ist)… und dann gibts am Strand wieder so eine “lifetime chance”: ein 15min Rundflug über Fraser-Island… witzig, einfach mal so vom Strand zu starten und landen… auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung, seh ich doch so die sandblows, perched seas und den Rest des Regenwaldes von oben! Nach der Landung (natürlich wieder auf dem Strand) am Mahena-Wreck wird womit mitten im Nichts gezahlt, wenn nicht cash? Genau, mit der Kreditkarte…

Blog 4.12. 003 Das Wrack hat schon was… der Taucher stellt sich das Ganze natürlich unter Wasser vor! Danach gibts einen 5min Stopp an den “Pinnacles”, bunter Sand, thats it… weiter gehts, 45 min weiter nordwärts zu den “champagne pools”, untermalt mit der “Aussie-Playlist”, da darf natürlich das “land down-under” nicht fehlen… der perfekte Moment, auf den Ozean zu schauen und den eigenen Gedanken nachzuhängen…

Am Indian Head angekommen, kommt der Bus vor lauter Sand nicht um die Kurve… also zum Gewicht verringern, Blog 4.12. 004alle aussteigen.. .aber auch das bringt nix… also wird umdisponiert: zuerst gibts lunch am Strand, dann gehts den Indian Head rauf (einen der wenigen Felsen auf der Insel, aber der besteht auch nicht aus “echtem” Stein, sondern aus “coffee rock”, (über Äonen) komprimierten Pflanzenrückständen mit Sand gemischt… zerbröselt in der Hand wie Kaffee)… von hier aus einen klasse Blick über den Strand und ins Flachwasser, sehen mehrere Stingrays von oben im Wasser… nette Klippen, steil nach unten gehts hier…

 Blog 4.12. 005Nachdem der Bus ja wegen des soft sand nicht um die Kurve kommt, steht ein gut 30minütiger Fußmarsch zu den “champagne pools” an: barfuss durch den Sand am Strand entlang… relativ am Anfang gleich ein echter Dingo: liegt am Strand und wartet auf Futter von den Campern… im Wasser einen Adlerrochen oder einen Manta gesehen, so genau lässt sich das durch die Wellen nicht sagen…

Blog 4.12. 006 Dann  gehts zum Baden in den “champagne pools”, nicht ohne die vorher obligatorische Warnung vor Gefahren und dem Hinweis:Blog 4.12.08 001 “Help can be hours away”: kleine, von Fels vom Meer abgetrennte Becken, in die die Wellen der “high tide” einfach überschwappen… sieht wirklich wie schäumender Champagner aus… eine Stunde Aufenthalt und dann genau denselben Weg am Strand zurück zu Bus… hier wartet auch schon der Dingo von vorhin auf und (Wiedererkennungswert dank Tag im Ohr sehr gut)… scheint ein Alpha-Tierchen zu sein, keine Rippen zu sehen, wohlgenährter Bursche…

Blog 4.12.08 2 001 Langsam zieht im Südwesten der Himmel zu,… gut dass wir uns den Sonnenuntergang gestern “gegönnt” haben! Auf dem Weg zum Eli Creek ein 30min Powernap hingelegt… am Creek angekommen wirds zunehmend Wolkiger und dämmrig…letztlich auch (ein klein wenig) kälter… nach Kaffe (immer diese ich-lös-meinen-Kaffe-selber-auf– Plörre) und Muffins ´. Danach gehts weiter am Strand entlang, das ganze mit schönem Blick auf die aufziehende Gewitterfront… die letzten 30km wieder ein “bumpy ride” quer über die Insel… zwischendrin mal fast ganz festgefahren, erntet Hayden Applaus dafür, dass wir nicht schaufeln und schieben müssen…

Nach dem Duschen (heute früher) Abendessen, danach ein paar Bierchen mit den Jungs und Mädels von gestern und einer Runde Billard… und dann gegen 10pm gen Heimat, die letzten beiden Einträge abtippen und dann ganz schnell Sachen packen und für morgen fertigmachen, steht doch morgen nicht nur ein Tag im Bus auf der Insel an sondern auch eine Nacht auf der Strasse im Greyhound an…

Popularity: 9%


Post Tags: , , , , ,
Kategorie: Australien und Nationalpark | Kommentare (0)

RSS-Feed der Beiträge abbonieren? Ein Klick genügt!






Dez
03

Fraser Island – Day 1


Gestern Abend ist noch ein Münchner (schon wieder!) in unser Dorm eingezogen. Und was machen 2 Jungs aus München abends um Zehn? Genau! Noch n Bierchen trinken! Nur dass in Hervey Bay um 10pm alle Bordsteine hochgeklappt werden… am Ende nach längerem Marsch das Schild eines Hostels (“only guests after 7pm”) ignoriert und an der Bar mit einer Holländerin und einer Östereicherin gemütlich 2 Jugs Victoria Bitter gezischt…

Blog 3.12.08 001 Heute früh raus, Sachen zusammengepackt, Kaffe organisiert. Um kurz vor 8am Pickup… einchecken an der Fähre, nur das nötigste für den heutigen Tag (Kamera, Sonnencreme und Badesachen) mitnehmen, 30min übersetzen. Erstmal durch unseren Ranger prüfen, ob auch alle da sind und keine special needs beim Essen haben political correctness
mal anders
(“you’re a veggie?” in AUS gehts das, überall anders wären die Leute “offended” gewesen, aber die Aussies haben ihre eigene “political corectness”). Erster Eindruck von Fraser Island. Ganz schnell security briefing für das Verhalten im Bus, gaanz wichtig: Anschnallen! Gehts doch über Sand”strassen”… kurz am Zaun, der das Resort umgibt und vor der “Wildnis” und den Dingos schützen soll halt gemacht. Aber der Zaun bringt laut Guide Hayden gar nix, sind die Jungs doch viel zu clever…

Blog 3.12. 001 Und los Blog 3.12. 002 geht die holperige Fahrt. Erstmal den “Rollercoaster” runter, musikalisch untermalt mit “We’re all gonna die someday!”.

Angehalten für einen kleinen Bushwalk, quer durch den tropical rainforest gehts nach 3km über einen kleinen Creek… hierdrin finden sich Aale und Catfish… auf der kleinen Brücke steht eine Skulptur einer deutschen Künstlerin aus dem Jahre 2004, trotzdem noch mit “Western Germany” belabelt… unterwegs festgestellt, dass es hier sogar (für alle Kenner des Herrn der Ringe) Ents gibt… nach weiteren 1,5km treffen wir uns wieder mit unserem Guide… und der beweist mal wieder Aussie-Humor und deponiert eine Plastikschlange am Ende des Walkingtrails…

Blog 3.12. 003 Weiter Blog 3.12. 004 geht der “bumpy ride” zu Lake McKenzie, einem der 40 Süsswasserseen der Insel (die im übrigen nichts anderes ist, als ein riesiger Haufen Sand, keine Erde, kein Felsen, kein Mutterboden)… hier gibts Lunch, unterm Tisch zischt ein Lizard vorbei… und dann 3 Stunden Zeit, in Lake McKenzie zu schwimmen… genauso idyllisch wie auf den Fotos, die ich schon vorher gesehen hab: klarstes Wasser (da kann selbst der Eibsee nicht mithalten), weisser Sandstrand und drumherum tropische Vegetation… das Ganze gewürzt mit strahlend blauem Himmel ohne eine einzige Wolke… so lässt es sich ziemlich genau 17500km von zuhause in der Vorweihnachtszeit ganz gut aushalten… Wünschte, der eine oder andere wäre mit hier, um das zu teilen… Das ist sicher einer der Orte, bei denen man die wahre Schönheit erst begreift, wenn man längst schon wieder zu Hause ist…

Blog 3.12. 005 Kurz nach 4pm gehts wieder Richtung Resort zurück und dabei über die Busanlage Musik auf die Ohren: was passt in einem 4WD-Bus auf einer Sandinsel besser als Metallica’s ”Enter Sandman”? Kurz am Souvenirshop der Insel haltgemacht, bekommen unsere keys. Kurze Einweisung, wann es wo etwas zu Futtern gibt, und dann bei strahlendem Sonnenschein runter zum Pier, den ersten richtigen Sonnenuntergang angucken. Der war echt traumhaft… Postkartenmotiv! Geniale Farben… Danach noch kurz ein Bierchen und ab zum Buffet mit dem Shuttlebus der Insel, gibts doch ab 8pm nix mehr… oder eben früher… wie sich kurz darauf herausstellen sollte… naja, es hat gerade gereicht…

Die Lodge selber ist nicht das versprochen 4-Sterne Etwas, da war der Rezeptionist im Hostel wohl falsch informiert… wär für den Preis auch ein Wunder gewesen… aber mir langts dicke! Noch schnell Duschen und dann das eine oder andere weitere Bierchen unten an der Bar gegönnt… und einigermassen zeitig in die Falle, war der Tag doch anstrengend genug…

Popularity: 11%


Post Tags: , , , , , , ,
Kategorie: Australien und Nationalpark | Kommentare (0)

RSS-Feed der Beiträge abbonieren? Ein Klick genügt!






Nov
30

Sailing the Whitsundays – Day 1


Gestern Abend im Hostel noch ein wenig draussen auf der Leinwand am Pool einen Film angeschaut, nochmal kurz in die “Stadt” und eine Pizza bei Domino geholt… früh ins Bett, war die letzte nacht doch unkommod…

Blog 30.11. 002 Früh raus, auschecken, Rucksäcke in der storage deponieren und strammer Fußmarsch zur Marina… pünktlich da, lässt die Crew 20min auf sich warten… immerhin scheint das Wetter im Moment richtig mitzuspielen, ist ja bei meinem Urlaub nicht ganz selbstverständlich… Blog 30.11. 001erstmal  einen Kaffee… das Boot erspäht, wie da auch immer 20 Leute draufpassen sollen? We’ll see…  halb 9 gehts los, erstmal die Schuhe abliefern, ab sofort findet wieder alles barfuss statt… jetzt weiss ich auch, wie die ganzen Leute hier draufpassen: heimelig wirds…  mein Bett ist mitten im Salon unterm “Tisch”… raus an Deck, erstmal Sonnencreme drauf, das erste mal, seit ich in Australien bin… das Wetter ist Ausnahmsweise mal so richtig sonnig… cool… dafür hats “flat & calm sea” und keinen Wind… Segeln?

Blog 30.11. 003 Boots- und Sicherheitsbriefing, ne ganze Ecke Deutsche dabei (selbst aus München), das georderte Bier ist auch schon an Bord… verspricht nett zu werden.  Der Skipper meint dann, wir könnten ihm jedwede Frage stellen, nach Möglichkeit nicht allzu dämlich… und würzt das dann mit den "Drei dümmsten Fragen bisher":
- "Ist hinter den Inseln auch Wasser?"
- "Wie schnell bewegen sich die Inseln?"
- "Wie hoch steigt das Wasser am Bootsrumpf bei Flut?"
Ohne Kommentar… dann gehts dank "flat calm sea" erstmal unter Motor los, Richtung Whiteheaven Beach… liegt auf Whitsunday Island, das grösste Eiland der >70 Inseln hier… mit dem Tender am Strand abgesetzt, bekommen wir erstmal unsere Schuhe wieder, bin wiedermal über meine “Beach-Turnschuhe” froh (vor allem, dass ich keine Thongs trage!)… erstmal zum Viewpoint gebracht, entfaltet sich ein idyllischer Blick auf die andere Seite mit Whiteheaven Beach… wirklich schneeweiss! Von oben sieht man die Silouhetten von großen Stingrays neben den gerade schwimmenden Menschen… vom Viewpoint zu Fuss durch den Bush auf die andere Inselseite runter… der Sand ist fast so weiss und mehlig wie auf den Similan Islands in Thailand!

Blog 30.11. 004Blog 30.11. 005 Flossen und Maske auf (Gott sei dank mitgenommen!), den sexy Singersuit mit (geflicktem) Pavianarsch angezogen (sieht echt albern aus, aber die Bootscrew meinte ganz trocken als sie uns andere Touris ohne Stingersuit zeigte: “You see them? We call them idiots”) und rein ins Wasser, die Stingrays und Babysharks, die es hier geben soll suchen! Keine Sandhaie gefunden, die grossen Rochen reichen auch! Leider verabschiedet sich langsam aber sicher die Sonne, bei Ebbe sieht der Strand dann auch dank nassem Sand nur noch halb so toll aus… fühlt sich aber trotzdem gut an… im nassen Sand festgehalten, wo wir eigentlich gerade sind… um 3.30pm mit dem Tender wieder abgeholt (nicht ohne vorher die Schuhe wieder im grossen Sack abzugeben) gehts wieder aufs Bott, wieder unter Motor (die gehissten Segel sind bei Flaute eher ein Alibi) weiter…

Blog 30.11. 006 Um 4pm erstmal ganz geschmeidig die erste can “Victoria Bitter” aufgerissen… und in der Abendsonne ganz gechillt ein Stündchen gepennt… in den Sonnenuntergang gefahren, dabei einige Fotos von selbigem gemacht und in der “Blue Pearl Bay” vor Anker gegangen… Abendessen, Duschen und gemütliches Chillen beim Bierchen… im dunklen Bug auf den Rücken gepackt, der Stenenhimmel endlich in “voller” Pracht zu sehen… leider trotzdem noch zu viele Lichter an Deck an… das kreuz des Südens immer noch nicht gesehen, dafür ists es (hab den Skipper Mick gefragt) noch zu früh und zu weit nördlich… dafür gabs die eine oder andere Sternschnuppe, eine gaanz große. Sternschnuppe mit Wunsch Natürlich mit dementsprechendem Wunsch… neben dem Boot springen immer wieder größere Fische beim Fressen aus dem Wasser… nach heute fast 60 zurückgelegten Seemeilen ist Airlie Beach (nur noch 15 Meilen entfernt) schon in der Ferne beleuchtet zu sehen… Noch schnell die Akkus in Skippers Ladegerät gepackt und dann gemütlich das “Bettchen” auf dem Oberdeck gemacht: Kopfkissen von unten geholt, sicherheitshalber noch die Softshelljacke mitgenommen… zwar ein wenig hart, aber wann hat man schon mal die Möglichkeit unterm Sternenhimmel auf “offener” See an Deck zu pennen…

Prinzipiell war der heutige Tag eine angenehme Variante, den ersten Advent zu verbringen…

Popularity: 14%


Post Tags: , , , , , , , ,
Kategorie: Segeln und Australien und Nationalpark und Schnorcheln | Kommentare (0)

RSS-Feed der Beiträge abbonieren? Ein Klick genügt!