BackpackersBlog

Ein Reisetagebuch und mehr…

Dez
01

Cruising the Whitsundays – Day 2


Im Laufe der Nacht trotz 28° dankbar für die Jacke, wieder umgedreht und weitergepennt… während der Nacht 2mal die typischen Blasgeräusche von Delphinen gehört, sollen die doch lt Crew gerne nachts zu den Booten kommen…  im kurz nach 5 ists hell, alles schläft noch… die Gelegenheit, in Ruhe zu geniessen und den eigenen Gedanken nachzuhängen (so wie ich bis jetzt in jedem Urlaub die Möglichkeit dazu hatte…)… auf dem Nachbarboot machen sich ein paar Taucher fertig… kurz nochmal für ein halbes Stündchen langgemacht, dann Frühstück und um 8 gehts ans Schnorcheln…

Blog 01.12. 001 Erstmal wird getreu nach “Queensland Law” ein Briefing über Sicherheit und “how to snorkel” abgehalten… langsam nervt das Übervorsichtige hier… Blog 01.12. 002 und trotzdem ist in der Ecke hier wohl letzte Woche eine Touristin abgesoffen… rein in den mittlerweile muffigen Stingersuit, mit dem Tender zum Strand gebracht worden… Massenschnorcheln mit Schwimmhilfen unter den Armen… aaaah, sowas hab ich doch bis jetzt immer erfolgreich gemieden… Tiefe gerade mal 5m, Sicht genau diese 5m… ehrlich gesagt, bin ich ziemlich angefressen… Auflagen, was das Zusammenbleiben der Gruppe angeht… keiner! (auch nicht 2 “certified Diver” zusammen) verlassen die Gruppe… die üblichen Verdächtigen, vbF eben… wenigstens dürfen wir dann doch zu zweit die 100m zum Boot zurückschnorcheln… sehen hier dann doch den Ortsansässigen Napoleon und am Boot einen Schwarm Fledermausfische… hier wirds dann auch zum Apnoetauchen mit 11m unterm Boot interessant…

Blog 01.12. 003 Zurück an Deck erstmal Sonnencreme auf den Buckel! Nach einer Stunde wieder rein ins Wasser, diesmal an der rechten, felsigen Seite… auch hier werden wir wieder zusammengetrommelt und zusammengehalten… ich vertreib mir die Zeit mit ein wenig Apnoe… knappe 90sek… das war schon mal besser, ist aber ziemlich entspannt und fängt dann doch an, Spass zu machen… wieder mit dem Tender zurück, Mittagessen… Bekomm beim Nachschlag erstmal einen Anschiss, da noch nicht jeder was zu futtern hatte… also nochmal 15min warten, bis auch die langsamsten unter den Langsamen endlich soweit sind… prinzipiell verständlich, kommts halt wie immer auf den Ton an… und das ist tatsächlich das erstemal, dass ich einen Australier unfreundlich erlebe…

Blog 01.12. 004 Dann wird erstmal Segel gesetzt…der Spinnaker zuerst ganz vertrauenerweckend “upside-down” gehisst.. also wieder runter damit und umgedreht… ohne Kommentar… immerhin, es ist 1pm und wir "segeln"… mit einer “wahwitzigen Geschwindigkeit”… der Skipper meinte zwischendrin ganz trocken: “Guys, we’ve just been overtaken by a butterfly, if that happens again, I’ll switch back to the engine!”… solange wir pünktlich ankommen, solls mir recht sein… als echter “Delphinflüsterer” ziehen auch diesmal Delphine auf der Durchreise neben dem Boot vorbei… und langsam, ganz langsam legt sich das Boot schräg in den Wind… in 2h die letzten 10 Seemeilen zurückgelegt, heisst nun, Spinnaker wieder einholen… da wissen wir ja jetzt schon wies geht ;) 

Kurz vor 4pm angekommen wird mit den anderen noch schnell eine Coke getrunken, email-Adressen und Facebook-Daten ausgetauscht… dann noch kurz emails checken, und hoch zum Hostel. Backpacks abholen, Umpacken, und frischmachen… Das “Vodafone-Problem” versucht zu lösen, det jeht aba so nich… dafür weiss ich nun, worauf ich achten muss… in der letzten Stunde vor dem Drop am Bus-Terminal noch schnell die Fotos auf den Rechner gezogen und die Einträge soweit wie möglich fertiggeschrieben… ”offensive movie” den Rest werd ich morgen in Hervey Bay fertigmachen… erstmal über ne halbe Stunde auf den verspäteten Bus gewartet und dann ewiges Einchecken aller Reisenden, so fährt der Bus mehr als eine Stunde später als geplant ab… dafür hab ich ein komfortables Büschen erwischt: mit guten Sitzen und einem TV… und wieder einem Fensterplatz fürs bessere Pennen… nach dem ersten Filmchen fragt der Busfahrer nach, ob es irgendjemanden stören würde, dass im nächsten Film “bad words” enthalten seien, “I don’t wanna offend anyone!”… natürlich störts niemanden, und so schauen wir Bad Boys II… und ich penn dabei ein…

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Nov
30

Sailing the Whitsundays – Day 1


Gestern Abend im Hostel noch ein wenig draussen auf der Leinwand am Pool einen Film angeschaut, nochmal kurz in die “Stadt” und eine Pizza bei Domino geholt… früh ins Bett, war die letzte nacht doch unkommod…

Blog 30.11. 002 Früh raus, auschecken, Rucksäcke in der storage deponieren und strammer Fußmarsch zur Marina… pünktlich da, lässt die Crew 20min auf sich warten… immerhin scheint das Wetter im Moment richtig mitzuspielen, ist ja bei meinem Urlaub nicht ganz selbstverständlich… Blog 30.11. 001erstmal  einen Kaffee… das Boot erspäht, wie da auch immer 20 Leute draufpassen sollen? We’ll see…  halb 9 gehts los, erstmal die Schuhe abliefern, ab sofort findet wieder alles barfuss statt… jetzt weiss ich auch, wie die ganzen Leute hier draufpassen: heimelig wirds…  mein Bett ist mitten im Salon unterm “Tisch”… raus an Deck, erstmal Sonnencreme drauf, das erste mal, seit ich in Australien bin… das Wetter ist Ausnahmsweise mal so richtig sonnig… cool… dafür hats “flat & calm sea” und keinen Wind… Segeln?

Blog 30.11. 003 Boots- und Sicherheitsbriefing, ne ganze Ecke Deutsche dabei (selbst aus München), das georderte Bier ist auch schon an Bord… verspricht nett zu werden.  Der Skipper meint dann, wir könnten ihm jedwede Frage stellen, nach Möglichkeit nicht allzu dämlich… und würzt das dann mit den "Drei dümmsten Fragen bisher":
- "Ist hinter den Inseln auch Wasser?"
- "Wie schnell bewegen sich die Inseln?"
- "Wie hoch steigt das Wasser am Bootsrumpf bei Flut?"
Ohne Kommentar… dann gehts dank "flat calm sea" erstmal unter Motor los, Richtung Whiteheaven Beach… liegt auf Whitsunday Island, das grösste Eiland der >70 Inseln hier… mit dem Tender am Strand abgesetzt, bekommen wir erstmal unsere Schuhe wieder, bin wiedermal über meine “Beach-Turnschuhe” froh (vor allem, dass ich keine Thongs trage!)… erstmal zum Viewpoint gebracht, entfaltet sich ein idyllischer Blick auf die andere Seite mit Whiteheaven Beach… wirklich schneeweiss! Von oben sieht man die Silouhetten von großen Stingrays neben den gerade schwimmenden Menschen… vom Viewpoint zu Fuss durch den Bush auf die andere Inselseite runter… der Sand ist fast so weiss und mehlig wie auf den Similan Islands in Thailand!

Blog 30.11. 004Blog 30.11. 005 Flossen und Maske auf (Gott sei dank mitgenommen!), den sexy Singersuit mit (geflicktem) Pavianarsch angezogen (sieht echt albern aus, aber die Bootscrew meinte ganz trocken als sie uns andere Touris ohne Stingersuit zeigte: “You see them? We call them idiots”) und rein ins Wasser, die Stingrays und Babysharks, die es hier geben soll suchen! Keine Sandhaie gefunden, die grossen Rochen reichen auch! Leider verabschiedet sich langsam aber sicher die Sonne, bei Ebbe sieht der Strand dann auch dank nassem Sand nur noch halb so toll aus… fühlt sich aber trotzdem gut an… im nassen Sand festgehalten, wo wir eigentlich gerade sind… um 3.30pm mit dem Tender wieder abgeholt (nicht ohne vorher die Schuhe wieder im grossen Sack abzugeben) gehts wieder aufs Bott, wieder unter Motor (die gehissten Segel sind bei Flaute eher ein Alibi) weiter…

Blog 30.11. 006 Um 4pm erstmal ganz geschmeidig die erste can “Victoria Bitter” aufgerissen… und in der Abendsonne ganz gechillt ein Stündchen gepennt… in den Sonnenuntergang gefahren, dabei einige Fotos von selbigem gemacht und in der “Blue Pearl Bay” vor Anker gegangen… Abendessen, Duschen und gemütliches Chillen beim Bierchen… im dunklen Bug auf den Rücken gepackt, der Stenenhimmel endlich in “voller” Pracht zu sehen… leider trotzdem noch zu viele Lichter an Deck an… das kreuz des Südens immer noch nicht gesehen, dafür ists es (hab den Skipper Mick gefragt) noch zu früh und zu weit nördlich… dafür gabs die eine oder andere Sternschnuppe, eine gaanz große. Sternschnuppe mit Wunsch Natürlich mit dementsprechendem Wunsch… neben dem Boot springen immer wieder größere Fische beim Fressen aus dem Wasser… nach heute fast 60 zurückgelegten Seemeilen ist Airlie Beach (nur noch 15 Meilen entfernt) schon in der Ferne beleuchtet zu sehen… Noch schnell die Akkus in Skippers Ladegerät gepackt und dann gemütlich das “Bettchen” auf dem Oberdeck gemacht: Kopfkissen von unten geholt, sicherheitshalber noch die Softshelljacke mitgenommen… zwar ein wenig hart, aber wann hat man schon mal die Möglichkeit unterm Sternenhimmel auf “offener” See an Deck zu pennen…

Prinzipiell war der heutige Tag eine angenehme Variante, den ersten Advent zu verbringen…

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